Leichtathletikanlagen

Ob gehen, laufen, springen, werfen oder stoßen – für die Ausübung von Leichtathletikdisziplinen werden Anlagen benötigt, die den jeweiligen Anforderungen gerecht werden. Daher muss bereits beim Bau eines Sportplatzes der Typus der Anlage bestimmt werden. Dies wird, je nach Nutzen und erforderlichen Trainingsanforderungen, individuell entschieden. In der Regel werden Leichtathletikanlagen in vier Typen unterteilt, die sich nicht nur optisch voneinander unterscheiden.

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Leichtathletikanlage Typ A

Die Leichtathletikanlage des Typus A wird heutzutage nicht mehr ausschließlich für die Leichtathletik verwendet, sondern wird zusätzlich auch als Ort für Großveranstaltungen oder Events genutzt. Die Spiel- und Sportbahnen der Kampfbahn Typ A sind niveaugleich angelegt. Das bedeutet, dass es einen fließenden Übergang von der Laufbahn zu den einzelnen Sektoren, welche mit Kunststoffbelag zum Rasenspielfeld ausgelegt sind, gibt. Der Einbau eines passenden Schlitzrinnensystems mit unterschiedlichen Hohlprofilrinnen sorgt außerdem für eine uneingeschränkte Nutzung der Kampfbahn für alle Sportarten.
Sofern Laufwettbewerbe mit einer Distanz von 200 Metern oder mehr auf der Kampfbahn Typ A durchgeführt werden, besteht laut den internationalen Wettkampfregeln die Pflicht, die Rundbahn mit einer Bordkante zu begrenzen.

Leichtathletikanlage Typ B

Die Kampfbahn des Typus B wird nicht nur in der Leichtathletik, sondern auch für Ballsportarten wie Fußball genutzt. Um die Voraussetzungen bei einem Wettkampf für alle Teilnehmer zu erfüllen, wird das Großspielfeld um fünf Zentimeter über dem Niveau der Laufbahn veranlagt. Diese feste Installation verhindert, dass die Begrenzungskante am Spielfeldrand zu einem Hindernis für die Nutzer wird. Die Teile der Anlage, welche für leichtathletische Wettbewerbe vorgesehen sind, müssen zudem ein passendes Oberflächengefälle vorweisen. Dieses muss bündig zum Laufbahnniveau sein, um die Voraussetzungen zu erfüllen.

Leichtathletikanlage Typ C

Die Kampfbahnen des Typus C sind einerseits für den regionalen Fußball konzipiert worden. Zusätzlich dienen sie der Nutzung des Schul- und Breitensports. Die Regeln der Laufwettbewerbe setzen voraus, was die Anlage erfüllen muss. Dazu zählt unter anderem, dass die Anlage des Fußballspielfeldes fünf Zentimeter über dem Laufbahnniveau angelegt wird. Der Vorteil dabei ist, dass die Rinnenkonstruktion direkt am höher gelegten Spielfeldrand installiert wird und somit kein Hindernis entsteht. Durch das Oberflächengefälle, welches bündig zur Kampfbahn verläuft, können zusätzlich Multifunktionsfelder für weitere Ballsportarten erschaffen werden.

Leichtathletikanlage Typ D

Die Kampfanlage des Typus D dient hauptsächlich der Nutzung für den Schulsport. Zum Teil wird sie ebenfalls zur Ausübung von Breitensport genutzt. Nach der DIN-Norm besteht die Anlage des Typ D aus verschiedenen Elementen. Dazu zählt ein Großspielfeld, an der Kopfseite angelegte Flächen zur Durchführung von technischen Disziplinen sowie eine daran angrenzende Kurzstreckenbahn. Die Kurzstreckenbahn ist dabei mit einem Kunststoffbelag ausgekleidet.
Jede Spiel- und Sportfläche ist dabei niveaugleich. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kampfbahn keine Rundbahn hat und somit keine Laufbahnbegrenzung benötigt, die erhöht ist. Durch das gleichbleibende Niveau der Kampfbahn ist es wichtig, für eine ausreichende Abtransportierung des Oberflächenwassers zu sorgen.