Leichtathletik: Weit mehr als laufen, springen und werfen

Die Leichtathletik spiegelt den Urinstinkt des Menschen wider. Wir laufen, springen und werfen und das stets unter der Maxime „schneller, höher, weiter“. Was bei unseren Altvorderen noch für die Jagd oder Flucht bedeutsam war, dient heute als Mittel zum Kräftemessen mit anderen Athleten. Erfolge bedürfen wie bei allen Sportarten harten Trainings und eines unbändigen Willens zum Sieg. Menschen mit weniger kompetitiver Veranlagung finden in der Leichtathletik ihr sportliches Zuhause, weil sie fordernd und abwechslungsreich ist und für jeden etwas im Programm hat, was Spaß macht.

Die Jagd nach Bestleistungen

Diese Sportart wird schnell als Schul- und Volkssport abgetan. Schließlich ist das Laufen, in jeglicher Form, der Breitensport schlechthin. Doch damit tut man ihr Unrecht. Leichtathleten kombinieren Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer und Technik bis zur Perfektion. Egal ob Lauf-, Sprung- oder Wurfdisziplin, der Weg zum Erfolg führt über alle Faktoren.

Erfolg bemisst sich an Siegen bei Wettkämpfen und Rekorden. Das Aufstellen von Rekorden, seien sie persönlich oder im Vergleich mit anderen, im kleinen oder ganz großen Rahmen, sind Motivation und Genugtuung zugleich. Rekorde sind da, um gebrochen zu werden. Manchmal gelingt dies häufiger. Es gibt aber auch Rekorde, die sehr lange Bestand haben. Beispielsweise besteht der Weltrekord im Weitsprung der Männer mit 8,95 Metern seit 1991. Das ist eine lange Zeit. Bemerkenswert daran ist, dass der vormalige Rekordhalter Bob Beamon seit 1968 mit 8,90 Metern in den Büchern stand. In über 50 Jahren gab es in dieser Disziplin also nur zwei Weltrekorde, und diese lagen sehr dicht zusammen. Das Knacken einer solchen Bestleistung ist die ultimative Herausforderung.

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Mit den Besten messen

Der Leichtathletik-Kalender ist gespickt mit Wettkämpfen. Die Weltmeisterschaften finden alle zwei Jahre bei den ungeraden Jahreszahlen statt. Die Europameisterschaften fallen auf die geraden Jahreszahlen. Die Olympischen Spiele werden alle vier Jahre veranstaltet. Die Deutsche Meisterschaft findet gar jährlich statt. Dazwischen gibt es immer wieder Wettkämpfe im kleineren Rahmen. Leichtathleten sind also ziemlich beschäftigt.

Häufig fallen Rekorde bei solchen Veranstaltungen. Große Ereignisse ziehen Besucher an, und diese sorgen für die richtige Atmosphäre. Die Athleten haben so viel Adrenalin im Körper, dass sie sich zu Höchstleitungen pushen.

Individualsport mit Teamcharakter

Leichtathletik ist ein Individualsport. Allerdings kommt der Team-Aspekt nicht zu kurz. Staffelrennen funktionieren nur, wenn alle Akteure harmonieren. Bei Wettkämpfen gibt es oft einen Medaillenspiegel der Vereine oder Länder. Schlussendlich schweißt das Mitfiebern bei befreundeten Athleten zusammen.